Hoffnung heißt Leben
Wie Menschen zu Hoffnungsspendern werden, zeigt sich an der Geschichte der Familie Pietrasik. Als kleine Sensation kamen die Vierlinge Angelo, Collin, Julia und Veronique als Vierlinge vor sechs Jahren zur Welt. Sie wurden zwar als Frühchen geboren, waren aber genetisch absolut gesund. Die Freude und der Stolz der Eltern waren zum Zeitpunkt der Geburt unermesslich.
Im Laufe der ersten Lebenswoche stellten sich als vermutliche Folge von Versorgungsfehlern bei allen vier Kindern nacheinander Hirnblutungen und infolgedessen schwerste Schädigungen des Hirns mit Auswirkungen auf die gesamte geistige und körperliche Entwicklung ein.
Lebenslange Betreuung der schwerstbehinderten Kinder
Seither ist die Betreuung der Vierlinge zur Hauptaufgabe von Mutter und Vater geworden. Die Entwicklung der Töchter ist zwar weiterhin auch eingeschränkt, aber längst nicht so schwierig wie bei Collin und Angelo. Der blonde Angelo ist zu keinerlei Kommunikation oder koordinierten Bewegung fähig, gefangen in seinem eigenen Körper – und das vermutlich auf Lebenszeit. Collin kann sich über Geräusche artikulieren und ist auch in der Lage, gezielt zu Greifen. Als Autist ist er jedoch gefangen in seiner eigenen Welt und als Epileptiker zudem dauerhaft gefährdet. Hinzu kommt, dass die schweren Schädigungen sich massiv auf die gesamte, sehr zurück gebliebene, körperliche Entwicklung der Kinder auswirken. Trotz ihrer sechs Jahre sehen Angelo und Collin deutlich jünger aus, müssen – voraussichtlich ihr ganzes Leben lang - gefüttert und gewickelt werden. Darüber hinaus sind die Kinder an ihren Rollstuhl gefesselt.
Die fehlende Mobilität wurde zum Problem
Neben der großen Lebensherausforderung mit ihren Kindern, der auch die Ehe der Pietrasiks nicht mehr standhielt, so dass es zur unvermeidlichen Trennung kam, wodurch die beiden Mädchen künftig beim Vater und die beiden Jungs bei der Mutter verblieben, versagte plötzlich und unerwartet auch der alte Wagen von Mariola Pietrasik. Die Mobilität zu den wöchentlich mehrmaligen und zum Lebenserhalt wichtigen medizinischen und therapeutischen Einrichtungen war nicht mehr gegeben. In ihrer Not wandte sich Mariola Pietrasik auch an den Malteser Hilfsdienst e.V.
„Ohne zu zögern wollten wir der Familie Pietraski unkompliziert und schnell helfen. Durch die Malteser Aktion HOFFNUNG SPENDEN und mit großer Unterstützung von Partnern, konnten wir für die beiden Jungs ein behindertengerecht ausgestattetes Fahrzeug zur Verfügung stellen“, so Martin Rösler, Diözesangeschäftsführer des Malteser Hilfsdienst e.V. in der Erzdiözese Köln.
Begleitung und Sorge für Colin und Angelo
So begleiteten die Malteser Familie Pietrasik über ein Jahr lang, gaben ihr Hoffnung und neue Perspektive bei der täglichen Bewältigung ihrer großen Aufgabe für Collin und Angelo. Im Januar 2012 wurde nun das Fahrzeug, welches im vergangenen Jahr bereits wunderbare Dienste für die Familie leistete, endgültig in den Besitz der Familie übertragen. Damit endet jedoch für die Malteser nicht etwa die Begleitung von Collin und Angelo. Auch in Zukunft wird der Kontakt zu den beiden kleinen Jungs aufrecht erhalten und die Malteser informieren sich über die Entwicklung der Familie Pietrasik.
Unter dem Dach der Malteser Aktion HOFFNUNG SPENDEN finden sich viele soziale Projekte, die Ihre Unterstützung benötigen. Bitte helfen auch Sie mit!
„Weil Nähe zählt“, ist der Malteser Hilfsdienst nah an den Sorgen und Nöten der Menschen. Dafür brauchen wir Sie in Wort und Tat.

Collin und Angelo mit Ihrer Mutter Mariola Pietrasik und Daniel Könen, Pressesprecher beim
Malteser Hilfsdienst e.V. (Foto: Malteser in der Erzdiözese Köln.)

