Malteser „Hoffnung spenden“ unterstützt Integrationsprojekt

des Kinder- und Jugendzentrums Pinocchio Düsseldorf

Auf den ersten Blick sieht die Westfalenstrasse 20 in Düsseldorf aus wie ein ganz normales Wohn- und Bürohaus. Jedenfalls vermutet man bei dem etwas bieder wirkenden Treppenhaus eher Anwaltskanzleien oder Arztpraxen als ein Kinder- und Jugendzentrum. Genau dieses, das „Pinocchio Kinder- und Jugendzentrum“, befindet sich jedoch seit Dezember 2010 in der ersten Etage – einer ehemaligen Arztpraxis.


Und genau so sieht es – auch wenn das engagierte Team bereits viel geschafft hat - in den Räumlichkeiten leider immer noch aus. Statt heller und warmer Farben, bunter Bilder, weicher Teppiche oder fröhlicher Kindermöbel und Spielsachen überwiegt immer noch das  langweilige grau-blau der alten Praxiseinrichtung.  

Nach nur einem Jahr werden bereits 110 Kleinkinder, Kinder und Jugendliche betreut

Damit die rund 110 Kinder im Alter zwischen anderthalb und siebzehn Jahren, die nach nur einem Jahr bereits im Pinocchio-Zentrum betreut und unterrichtet werden, sich in den sieben Räumen und auf der Dachterrasse wirklich wohl fühlen, braucht das Zentrum also noch sehr viel Unterstützung – von der Renovierung und freundlichen Gestaltung der Räume und Böden über kindgerechte Möbel bis hin zu Spielzeugen, Computern und Lehrmaterialien. Und einem Sandkasten und einer Rutsche für die Terrasse – versteht sich. 

Unterstützung wird dringend benötigt

Unterstützung wird also dringend benötigt. Um so mehr, als das Konzept von der Pinocchio-Initiatorin und Leiterin des Zentrums, Lala Suleymanova, tatsächlich aufgeht. Die diplomierte Musikpädagogin und Absolventin der Musikakademie Baku (Aserbaidshan), die selbst erst seit knapp 14 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, will mit dem Pinocchio Kinder- und Jugendzentrum vor allem die Familien und Kinder mit Migrationshintergrund erreichen. Diese haben nämlich gerade in der Vor- und Grundschulphase mit deutlichen Sprach- und Verständigungsproblemen zu kämpfen. Im Pinocchio-Zentrum erhalten die Kinder daher ein, auf ihre Bedürfnisse und im Verständnis ihrer besonderen Situation zugeschnittenes, Spiel-, Betreuungs-, Lehr- und Vorbereitungsprogramm in Mathematik, in Deutsch, Russisch, Englisch oder Türkisch, aber auch in Kunst, Gesang oder in der Förderung von Konzentrations- und Gedächtnisleistungen. Ein ganz besonderes Angebot des Pinocchio-Zentrums ist das Etikett-Coaching. Hier erlernen die Kinder heutzutage fast vergessene Tugenden wie Tischmanieren, wie ein Tisch geschmackvoll dekoriert wird oder aber, andere Länder – andere Sitten – wie woanders gegessen wird.

Die Eltern fühlen sich und ihre Sorgen verstanden

Möglich macht dies ein Team von 15 freiberuflichen Pädagogen, Erziehern und Psychologen mit sehr viel fachlicher Expertise, einem unglaublichen persönlichen Engagement und dem teilweise gleichen sprachlichen und kulturellen  Hintergrund wie die Kinder. In kleinen Lerngruppen von maximal acht Kindern können diese im Pinocchio-Zentrum so viel intensiver und zielgerichteter betreut werden, als beispielsweise in der Schule oder in größeren Nachhilfelerngruppen. Und – fast genau so wichtig – die Eltern fühlen sich und ihre Sorgen verstanden.

Es gibt viel zu tun - 1.010 Euro von "Hoffnung spenden" überreicht

Noch gibt es viel zu tun in der sozialen Einrichtung in Düsseldorf-Rath, und es lohnt sich, in eine gesicherte Zukunft dieser Kinder in Deutschland zu investieren. Mit Hilfe von „Hoffnung spenden“, der Weihnachtsaktion der Malteser und einer Spende von 1.010 EURO an das Kinder- und Jugendzentrum Pinocchio, die jetzt überreicht wurde, können endlich die nächsten notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden. Wer ebenfalls unterstützen möchte, kann sich direkt an das Pinocchio Kinder- und Jugendzentrum wenden oder an die Malteser in Düsseldorf, Herrn Undorf, unter Tel. 0211/3860726.

v. re.: Lala Suleymanova (Leiterin Pinocchio); Thomas Undorf (Malteser Düsseldorf); Kinder des Zentrums Pinocchio; Linda Schwab (Malteser Düsseldorf) / Foto: MHD e.V.